
Bild 1: Star Command – Startbildschirm
Ein eigenes Raumschiff besitzen und zu managen, das ist es was “Star Command” möglich macht. Die Grafik und Spielmechanik erinnert dabei an die Arbeiten der Spieleschmiede “Kairosoft” ( z.B. “Game Dev Story” oder “Grand Prix Story“). Die Entwicklung der App wurde über Crowdfunding finanziert, kostet im App-Store 2,96€ und ist bereits in Version 1.0.2 als Universal-App verfügbar.
Gameplay:

Bild 2: Raumschiff im Orbit der Erde
Auch wenn sich die Grafik an 8-Bit anlehnt, gibt gerade das dem Spiel seinen Charme. Denn trotzdem ist alles gut erkennbar, die Schiffe und Hintergründe sind abwechslungsreich und mit liebe zum Detail gestaltet. Jedoch merkt man, das “Star Command” noch lange nicht fertig ist. Hier und da findet man noch den “Coming Soon”-Button und außerhalb der sehr gradlinig angelegten Kampagne hat man kaum die Möglichkeit sich frei in der Spielewelt zu bewegen. Dabei ist das Potenzial des Spiels schon zu sehen, denn es sind zwar schon sehr viele Planeten eingebaut, diese können jedoch nicht angesteuert werden. Die bei Kickstarter versprochenen Features, neue Planeten erkunden und somit die Crew auch außerhalb des Raumschiffes zu steuern oder das komplexe Diplomatie-System fehlen beispielsweise noch komplett.

Bild 3: Raumschiff im Hyperraum
Wer allerdings auf Micromanagement steht, wird hier seine Freude haben. Die KI der eigenen Leute ist nämlich recht begrenzt, sodass sie sich nicht von Feuer oder Gegner entfernen (Techniker oder Forscher/Arzt) und dadurch sterben. Auch schießen die bewaffneten Crewmitglieder gerne stur auf eine Wand wenn ein Eindringling dahinter steht oder Crewmitglieder rennen auf ihrem Weg durchs Raumschiff direkt an einer durchbrochenen Aussenwand vorbei und verschwinden im All. Also muss ein Teil der Aufmerksamkeit immer wieder auf diese Aspekte des Spiels gerichtet werden, denn die Crewmitglieder wachsen mit jeder Herausforderung, erhalten dadurch neue Fähigkeiten und werden somit erfolgreicher in ihrem jeweiligen Aufgabengebiet. Doch gerade das macht den Reiz aus, da man auf seine Leute wirklich aufpassen muss. Im Netz wird immer wieder davon gesprochen, das “Star Command” relativ schwer sein soll. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, das rudimentäre Englischkenntnisse und ein Grundverständnis der Spielmechanik reichen, um erfolgreich zu sein.

Bild 4: Geentertes Raumschiff im Kampf
Die Kämpfe mit anderen Schiffen erfolgen ganz klassisch Schiff zu Schiff, wobei die Gegner auch versuchen das Schiff des Spielers zu entern. Um diese Eindringlinge muss man sich nun auch noch kümmern, während man mithilfe von durch Minigames gesteuerten Bordwaffen auf den Gegner feuert. Diese Minigames bringen noch etwas Abwechslung und Action in den Kampf. Hier werden Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen gebraucht, um den Gegner überhaupt zu treffen. Jede der drei Bordwaffen, hat ein eigenes Minigame deren Funktion man jedoch schnell zu handhaben lernt.
Inhalte:

Bild 5: Minigame zum zielen mit dem Photonen Torpedo
Wie bereits erwähnt, ist die Kampagne sehr gradlinig und läßt nur wenig Spielraum für eigene Entscheidungen. Von Anfang bis Ende wird man mehr oder weniger von Planet zu Planet geschickt.
Die einzige Wahl, die dem Spieler in der vorliegenden Version bleibt, ist die Möglichkeit bereits erledigte Missionen/Planeten erneut anzusteuern und den dortigen Gegner erneut in die Knie zu zwingen, sich den einen Planeten zwischen mehreren möglichen Missionen/Planeten auszusuchen der einem gerade gefällt oder welche der Antworten man in einem Dialog verwendet (leider enden diese eigentlich immer im Kampf, wenn auch die Art des Kampfes sich unterscheiden mag).
Sobald die Kampagne mit ihren 12 Zwischenstationen abgeschlossen ist, werden der nächste Schwierigkeitsgrad und größere Raumschiffe freigeschaltet. Jedoch muss man nun nich komplett von vorne anfangen, sondern darf zumindest seine Crew behalten.
Fazit:
In der aktuell vorliegenden Version 1.0.2 ist “Star Command” offensichtlich noch lange nicht fertig. Eher hat es den Anschein einer offenen und vom Kunden bezahlten Beta. Doch auch das bringt schon ein paar Stunden Spaß und die nächsten Updates werden sicher kommen. Sollte wirklich eine Open-World-Map und das Diplomatie-System folgen, wird dies den Anspruch an den Spieler um ein Vielfaches erhöhen. Besonders gespannt wird natürlich die Möglichkeit erwartet, neue Planeten mit der eigenen Crew zu erforschen. Denn dann kann sich ein jeder wie Captain Jean-Luc Picard fühlen!