23/06/10

iAds und wie Apple eure Privatsphäre schätzt

Keine paar Monate ist es her, dass Apple ihr Werbesystem iAds vorgestellt hat, dass nun mit iOS4 offiziell zum Einsatz kommt.

iAds sammelt wie Google Daten, um Interessens-basierte Werbung einzublenden.

Doch was wenn man das nicht will? Ist man quasi gezwungen, sich einem nächsten Datensammler zu stellen?

Nein Natürlich nicht:

“Apple respects your privacy. Please view the Apple Customer Privacy Policy at http://www.apple.com/legal/privacy/ .”

Aus diesem Grund gibt Apple die Möglickeit “interest-based-iAds” abzuschalten! Wie das funktioniert?

Einfach folgende Homepage mit eurem iOS4 Gerät ansteuern:

https://oo.apple.com/

Solltet ihr mehrere Apple Geräte haben, muss diese explizit mit jedem gemacht werden. Wird die Seite geladen erscheint eine Meldung

“You have successfully opted out”

Nun sollten bzw. werden keine Daten mehr für “interest-based-iAds” gesammelt :)

Sollte eine Fehlermeldung erscheinen, so empfiehlt Apple die Seite ein paar Stunden später nochmal aufzurufen.

Weitere Informationen unter:

http://support.apple.com/kb/HT4228

Meine Meinung:

Es ist gut zu sehen, dass zumindest ein Konzern nicht darauf bedacht ist soviele Daten wie möglich zu sammeln. Apple bietet die Möglichkeit sich selbst aus diesem Programm auszutragen – Ein entgegenkommen, dass nicht selbstverständlich ist.

Ich habe Apple in den letzten Jahren lieb gewonnen und ich respektiere eine solche Aktion/Möglichkeit. Es zeigt, dass Apple nicht nur auf Gewinn aus ist, sondern auch seine Kunden respektiert und auch zumindest teilweise deren Privatsphäre ;)

12 Kommentare

  1. Tja, das passt ganz gut zu diesem Thema: http://gizmodo.com/5569711/great-news-apple-now-knows-where-you-are-and-will-tell-others Nicht!
    Google legt die Entscheidung ob Werbung oder nicht, im Grunde ja auch in die Hände der Kunden. Einmal NoScript und/oder AdBlock installiert und schon hat man die freie Wahl.

    Auf der einen Seite bietet Apple an Werbung zu deaktivieren und auf der anderen Seite erlauben sie die Nutzung der Geolocation-API nur, wenn sie die Daten verkaufen dürfen. Das ist schon sehr merkwürdig.

    Auch das sie andere Werbedienste explizit ausschließen spricht nicht gerade für Apple.

    Ich finde, das Auftreten Apples hinterlässt hier einen sehr zwiespältigen Eindruck. Aber im Grunde haben wir ja die Freiheit Apple-Produkte zu kaufen, oder eben nicht. Es gibt ja genügend Alternativen, die mehr Freiheit erlauben ;)

    • @user, Tja das Geolocation “Problem” gibts genauso bei Android…

      Das Auschließen der anderen Werbedienste, ist zwar nicht sonderlich toll, aber wenn du mal in die Apps guckst, so hat jedes 2 App Google Werbung darin – Klar dass sich Apple mit ihrem eigenen Service die Kunden holen wollen.

      Im Ernst, wer würde sowas nicht machen ?

      Zum Thema Zwiespältigkeit – Ja muss ich dir recht geben, aber Alternativen ? Also Android seh ich nicht grad als Alternative …

      Außerdem ist der Opt-Out genau die Lösung für das Geolocation Problem …

      • @vossi__, im Prinzip stimmt das mit dem Geolocation-Problem bei Android. Aber da kann ich das selektiv anschalten, wenn ich es nutzen will.

        Bei Apple ist die Zustimmung zur Daten-Nutzung anscheinend Voraussetzung für die Nutzung des iTunes Stores (Quelle: http://www.golem.de/1006/75937.html – Ok, ist Golem, aber eine andere Quelle hab ich jetzt nicht)

        Ich finde auch nicht das man Apple verbieten sollte das sie Werbung anbieten. Aber wie sie es machen, ist diskussionswürdig. Grade das Verbot der Werbe-Konkurrenz ist meines Erachtens eine Sache für das Kartellamt.

        Ich finde Android ist eine “gute” Alternative. Die Software reicht teilweise noch nicht ganz an iOS heran, in einigen Aspekten haben sie aber die Nase schon vorn. Auf Dauer sehe ich auch für das “freie” Systeme mehr Potenzial als für iOS.

        • @user, Also ich hab Android ein Zeit lang probiert, aber mir ist iOS einfach sympatischer!

          Und nochmal zu Geolocation -> man kanns an und abdrehn wie man will, entweder vollständig oder seit 4.0 auch für einzelne Apps!

  2. mir scheint du willst hier die Möglichkeit des OptOut als tolles, benutzerorientiertes Feature verkaufen.
    Ich denke es ist das mindeste was jeder Hersteller/Anbieter machen sollte. BESSER, auch hinsichtlich der informationellen Selbstbestimmung, wäre ein OptIn!

    • @seb, Klar sollte das jeder Hersteller machen, aber hast du Google sowas anbieten gesehen? Moment ich nehm dir die Antwort vorweg: “Nein”. Stattdessen muss man seine Browser mit Unmengen an addons und Plugins vollstopfen um nicht ausgeschnüffelt zu werden!

      Ich Preise hier gar nichts an, ich mache nur darauf aufmerksam, dass Apple dies anbietet – nicht mehr nicht weniger! Und ich glaube keiner kann bestreiten, dass das kein Entgegenkommen ist…

  3. Es würde mich nicht wundern, wenn man diese OPT-Out dann von Seiten Apples auch noch als besonderes Feature vermarktet.

    Die traurige Erkenntnis bleibt doch aber: Warum dann nicht gleich ein OPT-In!?

  4. Ja, ein Opt-In ist aus Nutzersicht besser, hat aus Konzernsicht halt den Nachtteil, dass man dann Werbung für sein Datensammelsystem machen muss. Die meisten Leute wissen wohl nicht, dass es iAd gibt und würden sich gar nicht anmelden.
    Ein Opt-Out sollte allerdings Pflicht und nichts besonders sein. Wahrscheinlich macht das Apple (und Google) nur so, weil es irgendeine gesetzliche Richtlinie dafür gibt, und aus Imagegründen.

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