18/08/10

Gespräch über Google StreetView mit der älteren Generation

Aktuell arbeite ich als Zivildienstleistender in einem Seniorenheim. Mir gefällt dir Arbeit wirklich sehr gut. Ich liebe den Kontakt mit der älteren Generation.

Immer wieder unterhalte ich mich mit den Menschen unter anderem auch über zeit-aktuelle Themen. Vor kurzem auch über Google StreetView. Ein Herr hatte zu diesem Thema nur einige Artikeln aus den Zeitungen gelesen und dachte natürlich dass das auch stimmt was er gelesen hat.

Um was es grundsätzlich ging hatte er korrekt aufgefasst.

  • Es werden mit Autos ganze Straßenzüge fotografiert und das mehrmals mit verschiedenen Perspektiven.

Bei diesem Thema fing bereits einer der Irrglauben an. Der Herr hat gelesen (vielleicht gedacht), dass diese Fotos anschließend an bestimmte Personen verkauft werden. Woher er diese Information bezieht kann ich nicht sagen. Eher unglaubhaft dass dies in einer Zeitung gestanden hat.

  • Livebilder

Gelesen und geglaubt wurde dass dies Livebilder sind und diese ungefiltert ins Internet kommen. Das dies nicht stimmt sollte klar sein. Die Bilder sind NICHT live. Die Bilder werden gefiltert (verpixelt und dadurch unkenntlich gemacht).

  • Abruf

Wo diese Bilder abrufbar sein werden war auch nicht wirklich bekannt. Dies könnte aber auch an der Generation liegen welche mit den Internet gar nichts am Hut haben. Der Glaube bestand hier darin, dass die Bilder ins Internet kommen. Klar. Wohin wusste der Herr nicht (bzw. für was).  Daher fand meinerseits eine kurze Einleitung / Erklärung statt für was wirklich solche Bilder aufgenommen werden. Nach diesem Gespräch wurde auch schon ein ganz anderes Licht seitens des Herrn auf StreetView geworfen.

  • Fazit

Besonders von dem Punkt “Abruf” geht für mich deutlich hervor, dass Google hier oft an den Pranger bezüglich des Datenschutzes gestellt wird und das Features welches eigentlich kein schlechtes ist in den Hintergrund geschickt wird. Dies soll nicht heißen, dass ich Google hier verteidigen will allerdings sollte eine gewisse Fairness eingehalten werden.

Autor: Christoph

IT mit Herz und Seele. Interessiert sich für fast alles wofür Technical-Life steht und hat hier Anfangs an den Mühlen gedreht. Serienjunkie aus Überzeugung. Twitter: @technicallife

2 Kommentare

  1. Tja, teilweise sehr schwierig diese Diskussionen mit Menschen die von der Materie nicht die geringste Ahnung haben. Das soll jetzt keine Abwertung sein, es wäre ja ebenso unsinnig mit jemandem über die Kurvenlage eines Autos zu diskutieren, der noch nie eins gefahren bzw. in einem gesessen hat.

    Die Schizophrenie der Diskussion liegt doch darin, dass sich nun auch die Gruppe von Leuten aufregt die vorher dem Ich-hab-doch-nichts-zu-Verbergen-Lager angehörten. Klar hat Google einige Fehler gemacht. Die Aufnahmehöhe der Kameras etwa hätte auf zwei Meter beschränkt werden können. Zudem war der WLAN-payload-Ausrutscher auch nicht gerade hilfreich. Doch Fakt ist, dass zum einen bereits andere Firmen ähnliche Dienste anbieten und zum anderen die erhobenen Daten keinesfalls private Daten sind. Schließlich kann jeder auf öffentlichen Straßen fahren und Bilder dabei aufnehmen. Dagegen werden die wirklich wichtigen Datenschutzprobleme im Internet, wie bei Facebook&Co., weiterhin vom Großteil der Bevölkerung ignoriert.

    Die größtenteils einseitige Berichterstattung der Printmedien zeigt, dass hier, ähnlich wie bei anderen nicht verstandenen “Internet-Phänomenen” wie etwa den “Killerspielen”, offensichtlich die Meinungen der Leser mit Falschmeldungen manipuliert und in eine Richtung getrieben werden sollen.

    • @eazysprech,
      “keine Ahnung von der Materie haben”

      Natürlich da muss ich dir Recht geben und dennoch ist es nicht ganz so denn ich wollte einfach mal klar machen mit diesem Artikel wie eine Meinung eines Menschen aussieht der die Diskussion nur aus Zeitungen kennt.

      –> Zweiter & dritter Absatz

      full ack!

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