Nachdem ich gestern zweimal den Hinweis bekam, dass mein gestriger Artikel zu technisch sei und ob man den sonst nichts mit der NAS anfangen kann will ich heute mal kurz aufzeigen was denn alles mit DSM (Software welche auf der NAS installiert ist) möglich ist, mit wenigen Mausklicks!
Dies ist die Systemsteuerung von DSM. Alles was ihr irgendwie konfigurieren könnt versteckt sich hier. Wobei nicht alles. Der Ressourcen-Monitor und die Internet-Einrichtung (damit ihr über das Internet auf eure NAS zugreifen könnt) versteckt sich unter der Start-Leiste (ähnlich Windows).
Alles andere findet man gesammelt in der Systemsteuerung. Ich zähle mal auf was ich davon benutze.
Gemeinsame Ordner
Dies ist eines der grundlegenden Einstellungen wenn ihr eure NAS bekommt. Wer darf was beschreiben, lesen und wer darf wo nicht lesen oder nichtmal sehen dass dieser Ordner existiert.
Win/Mac/NFS
Was sich darunter versteckt ist eines der wichtigsten Einstellungen (für mich) überhaupt. Folgende Einstellungen sind hier zu konfigurieren:
- Windows Dateidienst im Netzwerk aktivieren/deaktivieren
- Domain/Arbeitsgruppe einrichten
- Mac Dateidienst aktivieren
- Time-Machine Dienste aktivieren – Volume auswählen – am Mac Volume einstellen und fertig
- Bonjour Printer Broadcast aktivieren – damit der Mac ihn findet sofern ein Drucker angeschlossen ist
- NFS aktivieren / deaktivieren
DDNS
Schnell und einfach eine Domain einrichten welche automatisch upgedatet wird sobald ihr vom Internet-Provider eine neue IP bekommt. So muss man sich nicht immer die IP merken sondern kann bequem mittels der Domain (welche ihr auch dort konfiguriert) von der ganzen Welt auf die NAS zugreifen.
Terminal
Wer sich mal näher mit der NAS spielen will (ohne GUI!) der kann hier den SSH-Dienst aktivieren um auf der NAS einige tiefere Einstellungen vorzunehmen. Für den normalen Hausgebrauch ist dies nicht nötig, ausser ihr habt Interesse daran!
Medienserver
Das Haupt-Kaufargument für eine NAS war mich ein DLNA/UPNP-Server. Genau dies kann DSM, hier heißt es Medienserver. Einmal aktiviert muss man eigentlich nur mehr auswählen welche Ordner ständig indiziert werden sollen. Ich hab hier einfach meinen Grundstamm ausgewählt so kann ich sicher gehen das mir immer wirklich alle Medien zu Verfügung stehen. Da mein TV auch DLNA hat (die meisten “neuen” TV-Modelle haben dies) muss er nur mehr ans Netzwerk angeschlossen werden und schon kann man sämtliche Filme, Fotos und Musik über das Netzwerk genießen. Ich habe hier ein 100Mbit-Netzwerk, darüber sind HD-Filme kein Problem. Selbst wenn wir bei beiden TV-Geräten zur gleichen Zeiten einen Film über die NAS abspielen kommt es zu keinen Aussetzern oder Rucklern. So will man das!
Selbst am iPad ist nun endlich ein wirklich einfacher Filmgenuss möglich. Dank Flex-Player und media:connect. Mit media:connect einfach die komplette NAS durchsuchen und den Film auswählen, anschließend wird automatisch (ohne Wartezeit!) zum Flex-Player gewechselt welcher den Film dann dank DLNA abspielt. Schöne neue Welt! ♥
iTunes-Server
In Wahrheit ist es doch schei*** wenn man die ganze Musiksammlung lokal am Rechner hat. Ist man auf einem anderen Rechner oder versagt der eine ist alles dahin. Klar gibt es Backups aber das ist einfach alles mühselig. Dank iTunes-Server ist das nicht mehr nötig. Die komplette Sammlung auf die NAS bringen, den Dienst aktivieren im lokalen iTunes-Client einrichten und fertig. Es kann so einfach sein!
Name und Passwort sind selbst definierbar, auch Wiedergabelisten lassen sich direkt auf der NAS konfigurieren.
Download-Station
Mit der Download-Station kann man von diversen Dateihoster Dateien downloaden. Dabei ist sogar die Angabe eines Premium-Accounts möglich, euch steht praktisch ein kompletter Download-Client zur Verfügung. So muss nicht mehr der Rechner laufen, sondern die NAS erledigt die Aufgabe für euch.
Dies ist mal kurz angeschnitten für was ich die NAS alles benutze, können würde diese noch viel mehr!
Bei Fragen –> ab in die Kommentare!
ist ja doch “NAS für Dummies” geworden
Schöner Artikel, hast mir damit gezeigt das ein NAS doch alles kann was ich will, und noch dazu relativ einfach zu konfigurieren ist.
Wenn Du die komplette iTunes Mediathek auf dem NAS hast, hast du die dann auf deinem PC/Mac als geteilte Mediathek oder greift iTunes direkt auf das Laufwerk zu? Falls es eine geteilte Mediathek ist, wo und wie syncst du dann deine mobilen Geräte?
Danke für die Info.
lg
Freut mich zu hören – sollte eigentlich kein Dummie-Artikel werden, finde aber auch nicht das es einer ist!
Unter Freigaben ist die NAS sichtbar – http://www.synology.com/dsm/itunes_server.php?lang=deu
Sync von Musik fällt bei mir flach, da ich nur Podcasts habe und diese werden mit dem lokalen iTunes gesynct, daher kann ich dir das nicht beantworten.
Nimm das für Dummies nicht zu ernst
Du hast nur mit dem Artikel auf jedenfall gut gezeigt was mit einem NAS so möglich ist. Mein Fazit: Sowas muss her, nicht jetzt, aber später mal.
Pingback: AcePlayer – All in One | Technical-Life