29/10/15

Umstieg von Mac OSX zurück zu Windows 7 – warum eigentlich?

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Vor einem knappen halben Jahr bin ich nach etlichen Jahren wieder von Mac OSX zurück zu Windows. Zurück zu Windows 7. Zurück zu dem was vor einigen Jahren völlig uncool, völlig hässlich war. Aber warum habe ich das eigentlich gemacht?

Viele Gründe ergeben eine Entscheidung

Private benutze ich OSX bereits seit acht Jahren. Alles fing mit einem iPhone an, ging mit dem MacBook Pro 15″ weiter und endete mit einem iPad. Die Apple Familie war komplett und ich zufrieden, damals zumindest. Beruflich war ich dann bis vor vier Jahren mit einem Windows 7 Notebook unterwegs. Es funktionierte für die Dinge dich ich zu tun hatte, cool war das allerdings nicht.

Im privaten Bereich war allerdings immer das Macbook Pro mein ständiger Begleiter. Es funktionierte alles, es war alles shiny shiny und auch die Hardware war schick und funktionell. Was wünscht man sich mehr? Nach einem Jobwechsel gab es dann auch OSX in der Firma. Anfangs dachte ich mir „Wow cool“, nach einiger Zeit drehte sich dann allerdings meine Meinung dazu.

So toll OSX für den Heimanwender sein mag, so schlecht ist es für das Business. Genauer gesagt für ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeiter und einer kompletten Windows-Infrastruktur. Sieht man sich in der großen weiten Welt um und liest einige Artikel zu diesem Thema wird einem schnell klar wie das große Unternehmen wie Google, Facebook, IBM & co machen. Die bauen sich die Apps selbst. Schonmal Mac OSX in ein AD mit sämtlichen Dingen wie GPO, Drucker, Fileserver, Exchange eingebunden? Es klappt zwar, zumindest der Domainjoin. Nichtmal der Passwortwechseln klappt halbwegs vernünftig. Du kannst zwar dein Passwort über OSX ändern, der Schlüsselbund bekommt das allerdings nicht mit.

Von Dingen wie GPO, Drucker, Fileserver und Exchange automatisiert unter OSX einbinden kann man nur träumen.

Und was ist im Privatumfeld?

Soviel zum Thema Business. Abgehakt!

Für den privaten Bereich ist Mac OSX perfekt. Dachte ich zumindest immer, ist doch so oder? Das mag für manche definitiv so sein, die Hardware von Apple ist wirklich gut. Unter der hohen Versionsdichte  hat OSX allerdings in den letzten Jahren etwas gelitten. OSX stand für mich immer für die perfekte Balance zwischen Design und Funktion.

Genau das hat sich drastisch geändert. Unter OSX 10.10 laufend Probleme mit dem WLAN; jedes Update sollte es beheben; passiert ist gar nichts! Aufklappen und weiterarbeiten ohne Probleme? Nicht wenn das MacBook mal wieder nichts von einem WLAN wissen will. Und genau so ging es bei vielen Sachen. Apple hat viele Funktionen eingebaut, diese allerdings nach dem Launch nur mehr stiefmütterlich behandelt. Programme der letzten Sitzung automatisch wieder starten? Naja seien wir ehrlich, das funktioniert nur so halbherzig.

Alles Funktionen die nichts mit dem Mac-Windows Thema zu tun haben sondern ein reines Mac-Thema sind. Ein Thema, welches für viele Privatbenutzer wichtig ist.

Am Ende war für mich die Unzufriedenheit einfach zu groß. Ich besaß ursprünglich einen Laptop bei dem einfach alles funktionierte und ich mich immer darauf verlassen konnte. Im Laufe der letzten 8 Jahre hat sich das allerdings, dank OSX, verändert. OSX ist fehleranfällig und träge geworden.

Nun benutze ich ein HP EliteBook Folio 1040 G2 mit Windows 7 (noch!) und bin überaus zufrieden. Beruflich sowieso, privat aber auch!

Nein ich will keinen Glaubenskrieg anzetteln. Jeder soll privat die Software/Hardware einsetzen die für ihn die richtige ist. Dass OSX aber im Business-Umfeld deutlich schlechter zu verwalten ist, ist ein Fakt. Daran lässt sich nichts rütteln! Zumindest für ein KMU und nicht für ein Großunternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern, die sich die Tools die sie brauchen einfach selbst bauen.

 

Autor: Christoph

IT mit Herz und Seele. Interessiert sich für fast alles wofür Technical-Life steht und hat hier Anfangs an den Mühlen gedreht. Serienjunkie aus Überzeugung. Twitter: @technicallife

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