18/11/15

Exchange 2010: Nach Mailbox Move keine Suche möglich

Unter Exchange 2010 und höher kann man mittlerweile easy und relativ zügig Postfächer von einer in eine andere Datenbank verschieben. Das klappt sogar super während der Arbeitszeit, der Benutzer bekommt davon im Ideallfall überhaupt nichts mit.

Leider jedoch passt der Exchange beim Move nicht auch die „CatalogData“ an. Soll heißen: das Postfach wird nicht neu indiziert und dadurch ist von da an für den User im Online-Mode keine Suche mehr möglich. Exchange hat zwar bereits für das Postfach einen Index, jedoch zeigt dieser auf eine andere Datenbank und ist daher wertlos.

Dieses Problem lässt sich jedoch mit zwei Scripts lösen:

  • Script von Technet-Gallery besorgen und ausführen (Set-Execution Policy nicht vergessen!)
  • in EMS ins Scripts-Verzeichnis navigieren (C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\V14\Scripts)
  • entweder mit .\ResetSearchIndex.ps1 -All in allen Datenbank den Index neu erstellen
  • oder mit .\ResetSearchIndex.ps1 Datenbankname den Index für eine Datenbank neu erstellen

ACHTUNG: Dies bitte ausserhalb der Arbeitszeit machen, der Server ist dabei zu 100% (CPU) ausgelastet.

Im Eventviewer kann man dann unter „Application“ nach ID 109, und ID 110 (wenn fertig) Ausschau halten.

 

13/11/15

So gehts: Hyper-V Checkpoint (Snapshot) manuell mergen

Unter Windows Server 2008 R2 noch Snapshot genannt, ist es nun unter Windows Server 2012 (R2) Checkpoint. Gemeint ist allerdings das gleiche. Einen Ist-Stand der virtuellen Maschine erfassen, etwas probieren und dann wieder zurückspielen oder eben wieder auf den alten Stand zurückkehren.

Auch die meisten Backuplösungen, wie Backup Exec, bedienen sich an Checkpoints. Doch was ist wenn das Backup einer Maschine so lange dauert und der Checkpoint so groß ist, dass der Platz auf dem Host bei 0% liegt. Dann stoppt Hyper-V die Ausführung dieser Maschine und es ist erstmal Schicht im Schacht. Genau dann hat man zwei Probleme:

  • Irgendwie will man die Maschine sauber herunterfahren
  • das AVHDX-File (Checkpoint) will wieder mit dem VHDX-File zusammengeführt werden

Richtig herunterfahren

Eine Aufgabe für flinke Hände. Maschine wieder starten, schnell auf die GUI kommen und am schnellsten Wege irgendwie die Maschine zum Herunterfahren zwingen. Dazwischen wird man wahrscheinlich vom automatischen Stopp von Hyper-V aufgehalten. Ist die Maschine erstmal heruntergefahren kann dann die eigentliche Arbeit los gehen.

Snapshot / Checkpoint manuell mergen

Ist die Maschine heruntergefahren versucht Hyper-V den Checkpoint zu mergen, schlägt allerdings fehl weil kein Plattenplatz mehr zur Verfügung steht. Allerdings klappt es auch anders. Das AVHDX-File auf irgendeine Festplatte (auch extern) verschieben wo noch genügend Platz vorhanden ist.

merge avhdx

Nun kann man Hyper-V mit dem Merge beauftragen und zwar wie folgt:

  • Hyper-V Manager –> Edit Disk öffnen
  • AVHDX-File auswählen
  • Merge auswählen
  • Hyper-V zeigt einem nun die Stammfestplatte (VHDX) an, ansonsten muss man diesen Pfad selbst eingeben

Danach hat man wieder eine VHDX mit sämtlichen Änderungen bis zu diesem Zeitpunkt. Nun ist allerdings noch ein Trick nötig damit man Hyper-V überzeugen kann, dass er mit dieser Festplatte hochfährt. Will man nämlich einfach mit Browse im Setting der Maschine die VHDX statt der AVHDX auswählen meckert Hyper-V, dass hier noch ein Checkpoint offen ist.

Da hilft eine etwas radikale Methode. Diese Festplatte aus den Einstellungen der Maschine löschen, ein neue Hardware (SCSI oder IDE) hinzufügen und unter Browse nun auf die VHDX verweisen. Danach fährt die Maschine hoch und alles funktioniert wieder wie gewohnt.

6/11/15

Backup und Restore von Garmin Forerunner Modellen – so einfach gehts!

Vor knapp einem Jahr habe ich mir die Forerunner 220 gekauft und bin noch immer zufrieden. Absolute Kaufempfehlung meinerseits! Leider hat sich jedoch letzte Woche der Herzfrequenzsensor verabschiedet. Während der Aktivität plötzlich keine Werte mehr, auch ein Wiederverbinden funktionierte nicht mehr. Dank Amazon habe ich nun bereits einen Austausch bekommen, eine komplett neue Forerunner 220. Doch wie bekomme ich nun all die Aktivitäten, Trainings und Einstellungen wieder auf die neue Uhr?

Eins sei gesagt: Mit Garmin Express geht es nicht!

Copy & Paste

Garmin Forerunner Backup & Restore

Eine wirklich tolle Eigenschaft, der Forerunner Uhren, ist die Erkennung der Uhren am Computer als Speichermedium. Dabei ist nicht, wie ich dachte, nur Lesen erlaubt, sondern auch Schreiben. Folgende Schritte muss man also durchgehen damit alles wieder auf der neuen Uhr ist:

  • alte Forerunner an den Computer mittels des mitgelieferten Kabel anschließen
  • kompletten GARMIN-Ordner von der Uhr auf den PC kopieren
  • neue Uhr an den PC anschließen und dann die Ordner, die ihr auf der neuen Uhr haben wollt, einfach kopieren.
    Folgende Ordner stellen dabei die wichtigsten dar:

    • ACTIVITY – sämtliche Aktivitäten
    • RECORDS – die bisherigen persönlichen Rekorde
    • SETTINGS – die Einstellungen
    • WORKOUTS – die bereits eingespielten Trainings wie auch die Intervallkonfiguration

Hängt man nun die Uhr vom PC ab, benötigt diese einige Zeit zum Aktualisieren. Danach kann man schon wieder wie gewohnt mit dem Training los legen.

Achtung: Der erste initiale Sync mit dem Handy über Bluetooth benötigt dann eine Ewigkeit, bitte einfach laufen lassen!

29/10/15

Umstieg von Mac OSX zurück zu Windows 7 – warum eigentlich?

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Vor einem knappen halben Jahr bin ich nach etlichen Jahren wieder von Mac OSX zurück zu Windows. Zurück zu Windows 7. Zurück zu dem was vor einigen Jahren völlig uncool, völlig hässlich war. Aber warum habe ich das eigentlich gemacht?

Viele Gründe ergeben eine Entscheidung

Private benutze ich OSX bereits seit acht Jahren. Alles fing mit einem iPhone an, ging mit dem MacBook Pro 15″ weiter und endete mit einem iPad. Die Apple Familie war komplett und ich zufrieden, damals zumindest. Beruflich war ich dann bis vor vier Jahren mit einem Windows 7 Notebook unterwegs. Es funktionierte für die Dinge dich ich zu tun hatte, cool war das allerdings nicht.

Im privaten Bereich war allerdings immer das Macbook Pro mein ständiger Begleiter. Es funktionierte alles, es war alles shiny shiny und auch die Hardware war schick und funktionell. Was wünscht man sich mehr? Nach einem Jobwechsel gab es dann auch OSX in der Firma. Anfangs dachte ich mir „Wow cool“, nach einiger Zeit drehte sich dann allerdings meine Meinung dazu.

So toll OSX für den Heimanwender sein mag, so schlecht ist es für das Business. Genauer gesagt für ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeiter und einer kompletten Windows-Infrastruktur. Sieht man sich in der großen weiten Welt um und liest einige Artikel zu diesem Thema wird einem schnell klar wie das große Unternehmen wie Google, Facebook, IBM & co machen. Die bauen sich die Apps selbst. Schonmal Mac OSX in ein AD mit sämtlichen Dingen wie GPO, Drucker, Fileserver, Exchange eingebunden? Es klappt zwar, zumindest der Domainjoin. Nichtmal der Passwortwechseln klappt halbwegs vernünftig. Du kannst zwar dein Passwort über OSX ändern, der Schlüsselbund bekommt das allerdings nicht mit.

Von Dingen wie GPO, Drucker, Fileserver und Exchange automatisiert unter OSX einbinden kann man nur träumen.

Und was ist im Privatumfeld?

Soviel zum Thema Business. Abgehakt!

Für den privaten Bereich ist Mac OSX perfekt. Dachte ich zumindest immer, ist doch so oder? Das mag für manche definitiv so sein, die Hardware von Apple ist wirklich gut. Unter der hohen Versionsdichte  hat OSX allerdings in den letzten Jahren etwas gelitten. OSX stand für mich immer für die perfekte Balance zwischen Design und Funktion.

Genau das hat sich drastisch geändert. Unter OSX 10.10 laufend Probleme mit dem WLAN; jedes Update sollte es beheben; passiert ist gar nichts! Aufklappen und weiterarbeiten ohne Probleme? Nicht wenn das MacBook mal wieder nichts von einem WLAN wissen will. Und genau so ging es bei vielen Sachen. Apple hat viele Funktionen eingebaut, diese allerdings nach dem Launch nur mehr stiefmütterlich behandelt. Programme der letzten Sitzung automatisch wieder starten? Naja seien wir ehrlich, das funktioniert nur so halbherzig.

Alles Funktionen die nichts mit dem Mac-Windows Thema zu tun haben sondern ein reines Mac-Thema sind. Ein Thema, welches für viele Privatbenutzer wichtig ist.

Am Ende war für mich die Unzufriedenheit einfach zu groß. Ich besaß ursprünglich einen Laptop bei dem einfach alles funktionierte und ich mich immer darauf verlassen konnte. Im Laufe der letzten 8 Jahre hat sich das allerdings, dank OSX, verändert. OSX ist fehleranfällig und träge geworden.

Nun benutze ich ein HP EliteBook Folio 1040 G2 mit Windows 7 (noch!) und bin überaus zufrieden. Beruflich sowieso, privat aber auch!

Nein ich will keinen Glaubenskrieg anzetteln. Jeder soll privat die Software/Hardware einsetzen die für ihn die richtige ist. Dass OSX aber im Business-Umfeld deutlich schlechter zu verwalten ist, ist ein Fakt. Daran lässt sich nichts rütteln! Zumindest für ein KMU und nicht für ein Großunternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern, die sich die Tools die sie brauchen einfach selbst bauen.

 

27/10/15

Lösung: Windows Remote Assistance und die UAC Abfragen

Was hatte man nicht früher alles für Tools um ein Windows von der Ferne zu steuern. In vielen Unternehmen wird auch heute noch VNC oder etwas ähnliches eingesetzt, aber warum eigentlich? Windows selbst liefert bereits mit Boardmitteln eine Fernwartung mit. Inklusive sämtlichen Einstellungen. Der User kann zustimmen ob er betrachtet oder gesteuert werden will, es kann alles automatisiert werden, auch die UAC Abfrage kann der Admin ausfüllen. Doch letzteres erst wenn man dies mittels GPO explizit erlaubt hat.

Warum ist das ausgeschaltet?

Laut Microsoft ist die Gefahr zu groß, dass die Session abbricht und dann der User diese eine Programm als Admin ausführt. Meiner Meinung nach ist dies überhaupt kein Sicherheitsrisiko. Und das ein User einen Keylogger installiert ist, seien wir ehrlich, ist auch nicht gerade der Normalfall.

UAC Abfragen in Remote Assistance erlauben

Diese Policy versteckt sich unter folgendem Pfad:

Computer Configuration / Policies / Windows Setttings / Security Settings / Local Policies / Security Options

Hier die Policy mit dem Namen User Account Control: Allow UIAccess applications to prompt for elevation without using the secure desktop auf Enabled setzen.

UAC Remote Assistance

Startet der Client-Computer neu wird ab der nächsten Remotesitzung auch die UAC mit übertragen und man kann dem User zum Beispiel ohne Probleme ein Programm installieren.

 

 

19/10/15

Unterschied: Schema Update vs. Forest / Domain Functional Level

Weil es immer wieder passiert hier eine kurze Klärung was nun der Unterschied zwischen dem Schema Update und dem Forest bzw. Domain Functional Level ist.

Schema Update

Gesetzt dem Falle alle AD Server laufen derzeit unter Windows Server 2003. Nun willst du einen neuen Windows Server 2012 R2 als zusätzlichen AD Server installieren. Mithilfe der adprep32.exe von der Windows Server 2012 R2 CD kannst du das Schema darauf vorbereiten bzw. updaten.
Dies immer auf dem aktuellen Schema Master DC machen!

Warum?

Damit Windows Server 2012 R2 in einer bestehenden Domäne installiert werden kann müssen im Active Directory, genauer gesagt in der Datenbank, bestimmte Tabellen hinzugefügt werden. Quasi die Tabellen, die für die neuen Funktionen in 2012 R2 zuständig sind. Genau dies erledigt das Schema Update.

Achtung: Die Tabellen existieren dann zwar, allerdings werden sie nicht benutzt. Dies passiert erst mit einem Forest / Domain Functional Level Update.

Wie man seine Schema Version abfragen kann wird hier erklärt.

Forest / Domain Functional Level

Damit nun die Tabellen, die man zuvor mittels Schema Update erstellt hat, auch genutzt werden ist ein Update vom Forest bzw. Domain Functional Level notwendig. Erst dann werden die Funktionen, die mit der neuen AD Version veröffentlicht wurden, auch genutzt.

Achtung: Ein Update vom Functional Level ist nur möglich wenn die ADs auf einem gleichen OS Stand sind. Ein Update auf 2012 R2 wäre nicht möglich wenn noch ein AD-Server unter 2003 oder 2008 R2 läuft.

Version abfragen

Forest Functional Level

Auf dem DC Active Directory Domains and Trusts öffnen. Rechtsklick auf Active Directory Domains and Trusts und dann auf Raise Forest Functional Level.

Domain Function Level

In der gleichen Konsole Rechtsklick auf den Domainnamen und dann weiter auf Raise Domain Functional Level.

18/10/15

Backup Exec 2014 auf 2015 Upgrade: Deduplication Error

Vor wenigen Tagen habe ich nun auch endlich das Upgrade von Backup Exec 2014 auf 2015 vollzogen. Zumindest wollte ich das. Direkt nach den verschiedenen Environment Checks und dem Einspielen der Lizenzdaten sollte man eigentlich installieren können. Leider war dies jedoch nicht möglich. Fehlermeldung:

Deduplication Option is no longer licensed in this upgrade. You may not remove the license during the upgrade. To continue, either add a serial number for Deduplication Option, upgrade as trial, or remove the option in the previous version, then continue the upgrade.

Tja, nur blöd, dass ich nie ein Deduplication aktiviert, geschweige denn lizenziert hätte. Relativ schnell bin ich dann aber im Symantec Forum fündig geworden. Zwar gilt diese Lösung für das Upgrade von 2012 weg, allerdings verhält es sich mit 2014/2015 genauso. Also einfach folgenden Regkey aus der Registrierung von Windows löschen (zur Sicherheit vorher ein Backup machen):

HKLM\SOFTWARE\Symantec\Puredisk (inkl. Unterordner) löschen

Übrigens nettes Detail am Rande: 2014 hat Versionnummer 14.1 und 2015 14.2. Es ist also quasi nur eine Art Service Pack.

 

16/10/15

„Daten aktualisieren“ bringt Exel 2010 zum Absturz

Seit Jahren funktioniert mit Excel 2010 der Datenabruf über einen bestimmten Link zu einem Report perfekt. Warum also plötzlich nicht mehr? Am Webserver, wie auch am Report selbst hat sich nichts geändert.

Excel Update fehlerhaft

Gestern erschienen Updates für Microsoft Office 2010, drei Stück an der Zahl. Mit folgenden Nummern:

  • KB3054886
  • KB3055034
  • KB3085512

Diese Updates lösen offenbar aus, dass Excel 2010 beim Daten aktualisieren von einem Report eines Servers abstürzt und sich neu startet. Also, wenn ihr von diesem Fehler betroffen seid, folgende Updates deinstallieren lassen (über den WSUS) oder eben selbst machen.

Danach klappte alles wieder problemlos!

 

15/10/15

HowTo: Confluence unter Windows updaten

Seit knapp einem Jahr benutzen wir Confluence und sind eigentlich sehr zufrieden. Doch so gut Confluence sich benutzen lässt, so schlecht lässt es sich updaten. Atlassian bringt für eine Confluence Installation unter Windows einen Installer mit. Mit diesem Installer muss man, laut Atlassian, einfach nur über die aktuelle Installation installieren und alles ist gut. Tja, leider ist dem nicht so.

Der Installer an sich funktioniert zwar top, jedoch beherbergt er eine Menge an Checks nicht.

Update durchführen – so gehts

  • (Snapshot machen)
  • neue Confluence Version von Atlassian laden
  • Server, auf dem Confluence installiert ist, neustarten, um sicher zu gehen, dass kein Benutzer eine aktive Sitzung auf dem Server hat
  • Confluence Service stoppen
  • Backup vom Confluence Verzeichnis
  • mySQL Service stoppen (WICHTIG: Dies führt der Installer leider nicht aus!)
  • Datenbankbackup erstellen
  • Confluence installieren
  • Fehlermeldung „File open“ mit Retry bestätigen, klappt dann sofort
  • Confluence Service starten
  • mySQL Service starten
  • Confluence aufrufen, erster Aufruf benötigt mindestens 5 Minuten. Sofern dieser nicht klappt könnte es auch an einer älteren Java-Version liegen. Diese einfach updaten und nochmals probieren.

Wenn man diese Schritte durchführt steht einer problemlosen Updateprozedur nichts mehr im Wege.
Insgesamt dauert das alles ca. 15-30 Minuten.

 

14/10/15

Windows 10 Devices: Microsoft auf Innovationskurs

Kein leichtes Zeitalter derzeit für Microsoft. Mit Windows 7 konnte man noch ein solides Betriebssystem auf den Markt bringen. Gerade das Business-Umfeld war begeistert. Stabilität und Windows 7, das passt zusammen!

Mit Windows 8 und Windows 8 RT wollte man dann ein bisschen etwas probieren. Nur blöd, dass das Probieren komplett nach Hinten los ging. Windows 8 wurde vor allem aufgrund seiner komplizierten Benutzeroberfläche zu einem Flop. Von Windows 8 RT, was ohnehin mittlerweile schon wieder Geschichte ist, will ich erst gar nicht anfangen. Doch Microsoft war klar, dass das alles großer Müll war und hat mit dem Update auf Windows 8.1 Schadenbegrenzung betrieben.

Aus Fehler lernen

Genau dieses Motto dürfte sich Satya Nadella, neuer CEO von Microsoft, fett markiert haben. Nadella verleiht dem Unternehmen neuen Schwung. Die ersten wirklich großen Ergebnisse konnte man letzte Woche am Event „Windows 10 Devices“ sehen. Es konnten nicht nur Journalisten zusehen, auch für Heimanwender gab es einen Livestream. Dieser funktionierte übrigens wunderbar über die knapp 2 1/2 Stunden.

Die üblichen Verdächtigen

Microsoft präsentierte, wie bereits im Vorfeld vermutet, die neue Version des Surface, das Surface Pro 4. Mit dabei natürlich sämtlich neuere Hardware welche es gerade so gibt. Intel Skylake-Prozessoren genauso, wie eine Iris-Kamera. Diese ist vorallem notwendig für das neue Windows 10-Feature schlechthin, Windows Hello genannt.

Source: Microsoft.com

Source: Microsoft.com

Weiters hat man auch ein neues Type-Cover mit noch besserer Tastatur vorgestellt. Auch ist jetzt ein Fingerprint im Cover inkludiert, leider jedoch erstmal nur in den USA. Microsoft Österreich sagte dazu auf Twitter folgendes dazu:

Ganz logisch ist das allerdings nicht wirklich. Denn gerade für Surface Pro 3 Kunden ohne Iris-Kamera wäre das neue Type-Cover mit Fingerprint perfekt.

Auch neu ist das Lumia 950 und das Lumia 950 XL. Hier ist unter anderem auch eine Iris-Kamera eingebaut. Weiters kann man mit dem passenden Desktop-Dock aus diesen Handys einen Computer machen. Dieses Feature nennt Microsoft Continuum. Konkret heißt das folgendes: An das Desktop-Dock kann Maus, Tastatur und Bildschirm angeschlossen werden. Anschließend kann man sämtliche Apps welche als Universal-Apps bereit stehen als Desktop-Version ausführen.

Source: Microsoft.com

Source: Microsoft.com

Nette Richtung die uns Microsoft da aufzeigt. Gerade für den 0815-Heimanwender, welcher ohnehin nur ein wenig Surfen will, seine Rezepte im Word schreibt und E-Mails am Desktop bearbeitet, ein interessantes Feature. Könnte mir gut vorstellen, dass einige Haushalte dann bald nur mehr Smartphones haben und keinen PC im herkömmlichen Sinne.

Die Überraschung des Abends

Das Surfacebook. Das erste Notebook von Microsoft. Nicht nur die Hardware ist genial, auch die Präsentation dazu konnte überzeugen.

Source: Microsoft.com

Source: Microsoft.com

Im Rahmen des Surface Pro 4 und Lumia 950 erzählte man dem Zuschauer 1 1/2 Stunden wie sinnlos ein Notebook in Zukunft wird. Was stellt man dann anschließend vor? Ein Notebook. Doch nach knapp 15 Minuten später zeigte man dem Zuschauer erneut das gleiche Video, nur diesmal etwas länger. Die Bombe platzte. Das Surfacebook ist in Wahrheit ein Hybrid-Gerät. Heißt, Laptop und Tablet in einem.

Microsoft hat anschließend gezeigt wie performant das Gerät ist. Selbst im Tablet Modus ist ein 3D-Rendering ohne Probleme möglich. Wenn das wirklich alles so im Alltag klappt wär das natürlich genial. Auf der Hardware-Seite hat Microsoft auch einige gute Kniffe eingebaut. So stecken im Surfacebook zwei Grafikeinheiten, einmal im Coreteil, einmal im Tablet selbst. Das gleiche auch beim Akku.

Fazit

Microsoft wird endlich wieder Innovativ und bringt im Zuge von Windows 10 die passenden Devices für die Zukunft. Bin gespannt auf die Geräte und freue mich bereits, sowohl das Surfacebook als auch das Surface Pro 4 testen zu können.